Ausstellung “Saverio Barbaro”


Ganz einfach “Saverio Barbaro“ lautet der Titel der Ausstellung, die am Freitag, dem 14. März, um 18.00 Uhr in den Räumen des Istituto Italiano di Cultura eröffnet wird. In Zusammenarbeit mit dem Integrationsreferat der Stadt organisiert das Italienische Kulturinstitut diese Ausstellung mit Werken von Barbaro, der zu den größten venezianischen Künstlern der Nachkriegszeit zählt. Roswitha Scheefeldt führt in die Ausstellung ein. Zu sehen sind Barbaros Arbeiten im Istituto Italiano di Cultura bis zum 11. April. Der Eintritt ist frei.

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Saverio Barbaro wird 1924 in Venedig geboren, der Lagunenstadt, die in ihrer langen Geschichte immer auf das Meer und darüber hinaus geblickt hat und ein Schmelztiegel für die Kulturen fremder Völker war. 1948 beginnt mit einer Ausstellung in der „Fondazione Bevilacqua“ in Venedig seine Karriere. Bei der XXV. Biennale in Venedig im Jahr 1950 wird Barbaro mit dem „Omero-Soppesa-Preis“ für junge Künstler ausgezeichnet. Auf diese Anerkennung folgen viele weitere. 1952 geht er dank eines Stipendiums der französischen Regierung nach Paris, wo er bis 1960 studiert und arbeitet. Während dieser Zeit kehrt er aber immer wieder nach Venedig zurück und unternimmt darüber hinaus Reisen in die Schweiz, nach Deutschland, Belgien und Holland; außerdem lebt er zeitweise in Nizza. 1956 erhält Barbaro den Preis der „Presidenza della Biennale“, 1958 gewinnt er den Preis der „Fondazione Tussi“, 1962 schließlich wird ihm auf der XXXI. Biennale die Auszeichnung des Rotary Clubs verliehen. Grundlegend für Barbaros künstlerische Laufbahn sind die Reisen und längeren Aufenthalte in einigen Ländern Nordafrikas (Marokko, Tunesien, Algerien) und des Mittleren Ostens. Diese Erfahrungen führen zu einer näheren Beschäftigung mit der arabisch-islamischen Kultur, die auf die Themen seiner Malerei entscheidenden Einfluss ausübt. Barbaros Kunst gelingt es auch, auf besonders intensive Weise sein authentisches Interesse für die menschliche Dimension deutlich zu machen, was in vielen seiner Werke, und nicht nur der Malerei, zum Ausdruck kommt. Neben den Ländern des Maghreb gilt sein Interesse auch den Landschaften der „Venezia minore“, die den vielen Touristen meist unbekannt sind, wie die Lagune um Murano, Torcello oder Treporti.

Barbaro hat seine Arbeiten in zahllosen Ausstellungen gezeigt, u. a. 1994 in Zusammenarbeit mit dem Italienischen Kulturinstitut Rabat und dem marokkanischen Kulturministerium in Rabat, Tanger, Tetouan, Fes, Casablanca und Marrakesch sowie in Zusammenarbeit mit dem Italienischen Kulturinstitut Tunis und dem tunesischen in Tunis und Hammamet, 1996 im Hôtel de Ville in Straßburg und 1997 im Italienischen Kulturinstitut München, 1998 in Treviso, in Wien, in Postunia (Slowenien) und in Passagno im neuen Gebäudeflügel der „Gipsothek“ des Canova-Museums, 2000 in Ljubljana (Slowenien) und 2002 schließlich im Nationalmuseum Villa Pisani, Stra (Venedig). Auch in Deutschland hat Barbaro in ielen Städten ausgestellt, so u. a. in Rostock, Hamburg und Stuttgart.

Der Süden ist für den Künstler immer wieder Mittelpunkt seines kreativen Schaffens. Obwohl Barbaro sich auch an bedeutenden französischen Künstlern des 19. und 20. Jahrhunderts inspiriert, gehört er keiner bestimmten „Schule“ an. Dennoch ist der ästhetische Einfluss durch die arabisch-islamische Kunst unübersehbar und wird in vielen Arbeiten deutlich. Die Ausstellung im Italienischen Kulturinstitut ist von Montag bis Donnerstag von 9.00 bis 13.00 Uhr und von 14.00 bis 17.00 Uhr, freitags durchgehend von 9.00 bis 15.00 Uhr geöffnet.

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