Auf geschichtlicher Spurensuche


Auf geschichtlicher Spurensuche: Internationale Jugendliche besuchen Wolfsburg

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Vom 14. bis zum 26. Juli ist eine internationale Jugendbegegnung mit Teilnehmern aus zehn Nationen zu Gast in Wolfsburg. Das Camp wird organisiert vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. in Kooperation mit dem Wolfsburger Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation und dem Italienischen Kulturinstitut Wolfsburg und geleitet von Anne Schröder. An der Begegnung nehmen 31 junge Menschen aus Deutschland, Italien, der Russischen Föderation, der Türkei, der Republik Moldau  , Bulgarien, Weißrussland, Polen und Dänemark teil.

Wolfsburg ist weltweit als Stadt des Autos bekannt. Nicht alle wissen, dass die Stadt eng mit Italien und seinen Menschen verbunden ist. Ende der 1930-er Jahre halfen italienische Arbeitskräfte beim Aufbau des Volkswagenwerkes. Italienische Kriegsgefangene schufteten und starben im Zweiten Weltkrieg in der Wolfsburger Rüstungsindustrie. Schließlich kamen im Rahmen des bundesrepublikanischen „Wirtschaftswunders“ erneut italienische Staatsbürger/-innen nach Wolfsburg. Diesmal waren sie freiwillig da; sie blieben und bilden heute die größte italienische Gemeinde nördlich der Alpen.
Hauptthema der Jugendbegegnung sind die wechselhaften deutsch-italienischen Beziehungen von 1938 bis heute. Die Jugendlichen befinden sich vor ihrer Ankunft in Wolfsburg bereits eine Woche in Costermano am Gardasee, um sich mit den Ereignissen während des 2. Weltkrieges in Italien auseinander zu setzen. In Wolfsburg wird sich die Gruppe mit dem Schicksal von Zwangsarbeitern, insbesondere den Italienischen Militärinternierten, beschäftigen. In diesem Rahmen sind auch Pflegearbeiten an der Gedenkstätte Sara-Frenkel-Platz und auf den Kriegsgräberstätten des Waldfriedhofs geplant. Im weiteren Verlauf werden die Jugendlichen in einem Workshop, geleitet durch Frau Margherita Carbonaro, der Autorin des Buches „Das Leben ist hier – Wolfsburg, eine italienische Geschichte“, das Leben italienischer Migranten in der Bundesrepublik untersuchen. Neben der inhaltlichen Arbeit stehen auch Freizeitaktivitäten sowie Begegnungen mit den Wolfsburgern auf dem Programm. Hierfür sind am Freitag, dem 19. Juli, ab 19.00 Uhr alle Bürgerinnen und Bürger Wolfsburgs herzlich eingeladen, am Nationenabend im Schulzentrum Wolfsburg-Vorsfelde teilzunehmen. An diesem Abend präsentieren die Jugendlichen ihre Nationen durch Filme, Tänze, musikalische Beiträge und kulinarische Spezialitäten.

Weiterhin ist beabsichtigt, am Sonntag, dem 21. Juli, ein Gastfamilientag durchzuführen. Es werden Familien gesucht, die sich bereit erklären würden, in der Zeit von 9.30 Uhr bis 18.30 Uhr zwei Jugendliche aufzunehmen und mit ihnen gemeinsam einen Ausflug, ein Picknick, einen Besuch im Schwimmbad usw. zu unternehmen oder einfach einen Tag in der Familie zu verbringen. Für die betreffende Familie bietet sich die Chance, mehr über die beiden Teilnehmer und ihr Land zu erfahren. Für nähere Informationen bzw. Anmeldungen wenden Sie sich bitte an Frau Marlies Ottimofiore vom Italienischen Kulturinstitut (Tel. 0 53 61/29 80 10).

Abschluss und Höhepunkt der Maßnahme ist die von den Jugendlichen durchgeführte öffentliche Gedenkstunde am Mittwoch, dem 24. Juli, an der Gedenkstätte Sara-Frenkel-Platz. Die Veranstaltung beginnt um 17.00 Uhr. Anschließend sind alle Besucher zu einem Empfang in der Markthalle herzlich eingeladen.

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